Kosmetik aus dem Küchenschrank

DIY-Kosmetik mit einfachen Zutaten

Fragwürdige Inhaltsstoffe, Tierversuche, Mikroplastik…das sind natürlich besonders negative Beispiele, aber sie begegnen uns dennoch häufig beim Kauf von Kosmetikartikeln. Wir wollen heute mal einen Beauty-Tag einlegen und uns dabei komplett mit selbstgemachter Kosmetik verwöhnen.

Haarpflege

Wer Plastik sparen möchte, kann inzwischen auf eine recht große Auswahl an festen Shampoos und Haarseifen zurückgreifen. Bei mir hat ein Shampoo-Bar ein dreiviertel Jahr gehalten, deswegen mache ich mir auch nicht die Mühe, mein Shampoo selber herzustellen. Wenn ihr es einmal selber ausprobieren wollt, könnt ihr diesem einfachen Rezept von Utopia folgen. Wir wollen uns aber trotzdem von Kopf bis Fuß verwöhnen, deswegen testen wir heute eine selbstgemachte Haarkur.

Olivenöl und Honig für sprödes Haar

Dazu einfach 1-2 Esslöffel Honig erwärmen und mit einem Schuss Olivenöl verfeinern. Die noch lauwarme Masse gleichmäßig im handtuchfeuchten Haar verteilen und 30 Minuten einwirken lassen. Dabei bestenfalls eine Duschhaube tragen. Nach 30 Minuten ausspülen. Danach soll das Haar gepflegt und glänzend aussehen und gut mit Feuchtigkeit versorgt sein. Das Originalrezept und noch weitere gibt es hier

Als Alternative zur Haarkur kann man auch eine sogenannte Saure Rinse herstellen. Dazu gebt ihr auf einen Liter Wasser etwa 2 EL Apfelessig. Wascht eure Haare wie gewohnt und spült sie anschließend mit dem Essig-Wasser-Gemisch. Ihr braucht nichts weiter zu tun, als die Haare dann trocknen zu lassen

Was auch ausprobierenswert ist, ist die no-poo-Variante. Dabei wäscht man seine Haare nur mit Wasser. 

Gesichtspflege

Je nachdem wie viel Make-Up oder Kosmetik man benutzt, ist auch die Haut im Gesicht stark beansprucht. Neben der täglichen Abschmink- und Eincremroutine, kann man sich also auch hin und wieder ein Peeling oder eine Feuchtigkeitsmaske gönnen. 

Kaffeesatz-Gesichtspeeling

Damit das Gesicht frisch und lebendig aussieht, könnt ihr ihm einen kleinen Koffein-Kick geben. Mixt dazu einfach

  • 1 EL Kaffeesatz
  • 1 EL Zucker
  • 1-2 EL Olivenöl

Zucker und Kaffeesatz sorgen für einen angenehmen Peelingeffekt und das Olivenöl pflegt die Haut. Das Peeling eignet sich natürlich auch für alle anderen Körperregionen.

Haferflocken-Maske

Fresh from the Küchenschrank könnt ihr eurem Gesicht eine wohltuende Haferflocken-Maske spendieren. Vermischt einfach

  • 1 EL Haferflocken
  • 1 TL flüssigen Honig
  • 1 EL Naturjoghurt

Verteilt den Brei gleichmäßig in eurem Gesicht und was übrig bleibt ergibt ein schönes kleines Frühstück. Nach 10-15 Minuten alles wieder mit lauwarmen Wasser abwaschen. Weitere Beauty-Rezepte mit Haferflocken findet ihr bei Smarticular.

Zahnputzpulver

Auch für die Zähne gibt es Alternativen aus dem Küchenschrank. Zugegeben, einige der Zutaten habe ich nicht im Küchenschrank, aber es ist doch ein recht simples Rezept, welches ohne viel Aufwand nachgemacht werden kann

  • 5 EL getrocknete Rosenblätter
  • 3 EL getrocknete Kräuter (Salbei, Minze oder andere)
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Heilerde (man kann es auch ohne machen)
  • 1 EL Xylit (Birkenzucker)

Die Kräuter im Mörser zerkleinern und mit den restlichen Zutaten mischen und zusammen in ein Schraubglas geben. Mit der angefeuchteten Zahnbürste etwas Pulver aufnehmen und fleißig die Zähne blank putzen. Das Rezept ist von Smarticular*. Mir persönlich gefällt es ohne die Heilerde besser, da diese irgendwie zwischen den Zähnen knirscht.

* Das Plastiksparbuch, S.145f.

Deo

Man kann Deo recht einfach aus drei Zutaten herstellen, die man für gewöhnlich zu Hause hat.

  • 1 TL Stärke
  • 1 TL Natron
  • 5-10 Tropfen ätherisches Öl (nach Belieben, z.B. Minze, Teebaum, Lavendel…)
  • 100ml Wasser

Dazu einfach das Wasser in einem Topf erhitzen, Stärke einrühren und kurz abkühlen lassen. Die Konsistenz sollte so ähnlich sein, wie bei gekauftem Deo(Roll-on). Einen Teelöffel Natron und ein paar Tropfen ätherisches Öl einrühren und dann in leere Deo-Roller einfüllen. Fertig.

Duschgel

Auch wenn es eine riesige Auswahl duftender Seifenstücke gibt, hat der ein oder andere doch Duschgel lieber. Ein Glück, dass man auch das ganz einfach selber machen kann! Dazu braucht ihr:

  • 20 g geraspelte vegane Kernseife (tierische Seife geliert!)
  • 400ml Wasser
  • optional 2 EL Pflanzenöl*
  • optional ätherisches Öl oder Kräuter

Seifenraspeln mit Wasser in einen Topf geben und langsam erwärmen. Sobald sich alles aufgelöst hat und etwas abgekühlt ist, optionale Zutaten dazugeben. Die Konsistenz kann je nach verwendeter Seife schwanken. Ist das Gel zu fest, einfach etwas heißes Wasser dazugeben. Ist es zu dünn, entweder mit Stärke andicken oder mehr Seife dazugeben.

* Unsere gute Freundin Sarah rät (ohne Gewähr): Sesamöl für trockene Haut, die zu Neurodermites neigt; Olivenöl, kann gut von der Haut aufgenommen werden; Wildrosenöl, Cacayaöl, Arganöl, gegen Hautalterung und Falten

Badekugeln

Wer lieber in die Wanne hüpft, kann mit wenigen Zutaten sprudelnde Badebomben zaubern. Ihr braucht für die Basis

  • 200 g Zitronensäure
  • 100 g Natron
  • 50 g Speisestärke
  • 30 ml Pflanzenöl (Olivenöl, Mandelöl,..)

optional dazu geben könnt ihr

  • einige Tropfen ätherische Öle
  • ein paar TL Milchpulver
  • getrocknete Rosenblätter oder Kräuter
  • Lebensmittelfarbe

Vermischt zuerst die trockenen Zutaten und separat alle flüssigen Zutaten. Solltet ihr feste Öle, wie Kokosöl oder Sheabutter verwenden, solltet ihr diese vorher schmelzen. Dann alles vorsichtig mischen und zu Kugeln formen. Ihr könnt den “Teig” auch in mehrere Teile teilen und mit Lebensmittelfarben einfärben, um bunte Kugeln zu machen. Man kann die Masse auch in Keksausstecher drücken oder Muffinformen verwenden.

Ich hoffe, wir konnten euch einen kleinen Überblick geben.

Natürlich hat man nicht immer so viel Zeit wie wir gerade, deshalb empfehlen wir euch diese Apps:

Toxfox

  • ihr scannt den Barcode und die App zeigt Schadstoffe an
  • man kann direkt Anfragen an den Hersteller schicken, um so Druck zu erhöhen, weniger Schadstoffe zu benutzen

Codecheck

  • ihr scannt den Barcode und die App verrät euch bedenkliche Inhaltsstoffe auf Grundlage von Ökotest-Ergebnissen
  • Top: die Bedenklichkeit wird mit Farbskala von grün nach rot angezeigt

geteiltes Wissen ist doppeltes Wissen...
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